…hier kommt ein UPDATE!
Ich weiss, ich war in letzter Zeit ziemlich faul, was aber nicht daran lag, dass ich keine Lust hatte oder keine Zeit (busy ist in Neuseeland glaub ein Fremdwort), ich war in der Wildnis! Fast immer! Ja genau!
Also, nachdem Michael nach Hause gefahren war und ich den ersten Schock des Alleinseins ueberlebt hatte (auch Dank Tinas Unterstueztung) habe ich mir ein Herz gefasst und bin habe mich fuer 4 Tage ganz alleine in die Wildnis geschlagen. Und wenn ich heute auf meine 4 Tage KEPLER TRACK zurueck schaue, bin ich noch immer stolz auf mich. Die 4 Tage haben so unspektakulaer angefangen, wie so ein Bushwalk in Neuseeland nun mal ist: 4 Stunden mit schwerem Rucksack auf der Ebene und einem Pfad der breit genug fuer Rollstuhlfahrer ist, durchn Wald um am Ende des Tages auf einem runtergekommenen Campingplatz mit mind. 1 Million Sandflies meine Herbert aufzuschlagen. Auf der zweite Tag war wenig spektakulaer, zwar hatte ich mit meinem fast 20 kg-Rucksack fast 1000 hm zu erklimmen, aber am Ende des Tages (halb zwei) war da eine Huette mit einem festen Dach, das auf mich wartete, was auch gut war, denn es kam ein Sturm auf, der mich samt Herbert sonst bestimmt davon geblasen haette. Nach der Besichtigung der Hoehlen, was schon ziemlich spektakulaer war (Bilder folgen) hat dann zum Sturm auch noch heftiger Regen eingesetzt, der die ganze Nacht und den ganzen naechsten Tag nicht aufhoeren sollte. Die Entscheidung, am einzigen “alpinen”Tag dieses Tracks bei Sturm (und wenn ich Sturm schreibe, meine ich Sturm…obwohl der Ranger auf der Huette gemeint hat, ja, ich habe recht, es gehe ein Wind (der mich samt Rucksack staendig vom Track geworfen hat)) und petischendem Regen, dass man haette meinen koennen, es hagle, so weh hat der Regen im Gesicht getan. Ich also schon drauf und dran umzudrehen, da mir dieses Unterfangen nicht nur sinnlos, sondern auch ziemlich gefaehrlich vorkam. Aber die Gruppe, in der ich losgegangen bin, hat mich staendig angetrieben. Als wir dann an einem Punkt angekommen waren, wo ein Sidetrack auf einen 10 Min.-Abstecher aufn Gipfel moeglich war, war mir klar: die Neuseelaender haben eine Meise. Die sind naemlich wirklich da hoch. Man hat nichts gesehen, es hat geregnet und gestuermt, der Weg war nun auf den Gipfel keine Autobahn mehr sondern eher ein in der Wetterlage zu erahnender Steig…aber klar, geht man da hoch. Als ich dann ziemlich verdutzt gefragt habe, warum bekam ich zur Antwort: damit Du oben warst…that’s what we do in NZ…aha, na dann.
Langer Rede kurzer Sinn, ich hab den Tag dann dank zwei emergency sheltern ueberlebt (von dort gibt es sogar Fotos…sonst habe ich mich in den Sturmfluten nicht getraut, meine neue Kamera rauszuholen, die waere mir doch sonst auch sofort baden gegangen…)und auch die Nacht im Zelt (muss ich erwaehnen, dass es arschkalt und nass war)! Ich habe mich also gefuehlt wie ein echter Held. Und da ich meine zwei Leidensgenossen Judith und Volker dann am letzten Tag (an dem wir strahlendblauen Himmel hatten und – was auch sonst – einen Bushwalk vor uns hatten) mit zum Parkpaltz gezogen hatten (musst immer vorne als Zugpferd laufen, da die beiden ziemlich Schmerzen hatten Judith Blutblasen und Volker ist wg. krasser Knieprobleme dahergekommen wie ein alter Mann und das obwohl er erst 29 ist, da hab ich mich gleich wieder mit meinen 30 Jaehrchen top fit gefuehlt). So, wenn also jetzt noch jemand bei meinen Bandwurmsaetzen durchblickt, dann erkennt er sofort: die Martina ist eine echte Outdoorqueen, die auch stuermischer Regen in hochalpinem Gelaende nicht davon abbringen kann, abends im Zelt zu uebernachten…(hab ich erwaehnt, dass es arschkalt war? da hab ich mir ne Waermflasche gebastelt – ja, praktisch wird se auch ausgebildet)…
So, also zu eurer Info, ich werde Euch jetzt wieder ab und zu ein paar Beitraege schreiben, die Highlights des letzten Monats und wenn ich die Zeit finde sogar noch ein paar Eintraege und Fotos von der tollen Zeit mit Michael reinstellen…warum? Ich habe einen neunen Job, den ich morgen antrete: ich werde fuer 3-4 Wochen aufm Campingplat in Te Anau arbeiten wo ich, haltet euch fest, welch Luxus: ein Einzelzimmmer habe! Ich bin der gluecklichste Mensch auf Erden. Ausserdem muss ich mir keinen Fuss rausreissen, sind nur 5-6 Stunden Arbeit/Tag. Da bleibt mir also noch genug Zeit, mein Alpencross-Training jetzt echt in Angriff zu nehmen und die geplanten 4 kg (hab ich echt vor 4 kg) abzunehmen….mal sehen, ambitioniertes Ziel, das ich mir da im januar gesetzt habe, aber ich muss, ihr werdet das auf den bilder sehen, die ich im Laufe der Woche noch einstelle (wobei ich nautuerlich nicht die unvorteilhaftesten einstelle…)! So genug fuer heute, ihr sollt ja auch noch was arbeiten…Gell Frau Dressler!